Während bei der Zertifizierung nach der DIN ISO Norm die Prozess- und Ergebnisqualität der gesamten Klinik beurteilt wird, handelt es sich bei der MIC III Zertifizierung um die individuelle Beurteilung eines Operateurs in Bezug auf dessen operative Erfahrung. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe hat deshalb im Jahre 2007 ein eigenes medizinisches Qualitätskonzept entwickelt und eine Personen gebundene Qualifizierung im Bereich der gynäkologischen minimal-invasiven Chirurgie eingeführt, die nach unterschiedlichen Ausbildungsstufen vergeben wird (MIC I, II und III), vergleichbar den unterschiedlichen Gürteln mancher Kampfsportarten.
Um die höchste Qualifilationsstufe nach MIC III führen zu dürfen, deren Dauer auf 5 Jahre beschränkt ist, muss der einzelne Gynäkologe, also nicht die Klinik, unter anderen Kriterien nachweisen, dass er (sie) in den zurückliegenden fünf Jahren selbst und eigenverantwortlich mindestens 800 große laparoskopische Eingriffe durchgeführt hat. Diese Eingriffe müssen einer definierten Schwierigkeitsstufe entsprechen. Zusätzlich müssen im selben Zeitraum mindestens 100 operativ hysteroskopische Eingriffe durchgeführt worden sein, deren verlangter Schwierigkeitsgrad ebenfalls vorgegeben ist.
Diese höchstmöglich zu vergebende operative Qualifikation nach MIC III haben bis zum Herbst 2010 insgesamt 45 Gynäkologen in ganz Deutschland erhalten.